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Nikolausaktion
Wie alles begann...
06.12.2008
In Klammern () der Einlass
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Im Jahre 1933 wurde es dem katholischen Jünglingsverein verboten sich öffentlich zu bestätigen. Die meisten Mitglieder des KLT waren auch im Jünglingsverein. Damit nun die gute Sache weiter laufen sollte hatte sich der Theaterverein entschlossen hier einzuspringen. Seitdem gehen an jedem 5. Dezember Mitglieder des KLT als Nikolaus zu den Straelener Kindern. NikolausaktionDie Mitglieder kamen damit dem Wunsche der Straelener Bevölkerung entgegen, dem wilden Treiben der "Pseudo-Nikoläuse" ein Ende zu bereiten. Die uralte Sitte, dass ein Nikolaus am Abend vor dem Nikolaustag (6. Dezember) den Kindern einen Besuch abstattet, sollte durch eine straffere Organisation in kultiviertere Bahnen geleitet werden.Zogen doch am Nikolausabend seit altersher primitiv vermummte Männer, die nur am Rande an einen Nikolaus erinnerten, durch die Stadt von Haus zu Haus. So war es keine Seltenheit, dass ein Kind etwa zehn verschiedene Nikoläuse zu Besuch bekam. Begleitet war so ein Nikolaus von einer verwegenen Gestalt, mit Hörnern bewehrt, einen Teufel darstellend. Ketten rasselnd jagte dieser dunkle Gesell den Kindern mehr Angst als Respekt ein. Dieses makabre Duo, dem man von Haus zu Haus Schnaps einschenkte, war gewöhnlich auch betrunken. Seit nunmehr sechzig Jahren (auch ein Jubiläum) ist diese ausgeartete Sitte durch die Nikolausaktion des Liebhaber-Theaters abgestellt. Zwar waren die Nikoläuse des Theatervereins bis zum Krieg auch von als Teufel verkleideten Männern oder vom Knecht Ruprecht begleitet. Ein alter Brauch eben, jedoch war dieses Gespann ordentlich kostümiert und alles ging geordnet zu, auch wenn ein Schnäpschen bei diesen Strapazen unentbehrlich schien. Nach dem Krieg stieß eine größere Schar Jugendlicher zum Liebhabertheater. Die Nikolausaktion, mit neuem Konzept organisiert, erlebte einen neuen Aufschwung.
EngelchenDer so geschmähte, schwarze Teufel wurde ersetzt durch einen lieblichen Engel, d.h., in Begleitung des Nikolaus befindet sich nunmehr ein als Engel verkleidetes Mädchen mit Tüll und Spitzenschleiern, welches einen Korb mit Leckereien trägt. Anstatt Kettengerassel vernehmen die Kinder jetzt ein feierliches Klingeln der Glöckchen, welche die Engel mitführen. Sechzehn Nikoläuse zogen am Samstagabend mit ihren Engeln durch die Stadt Straelen, um den Kindern Süßigkeiten zu bringen. Alle hatten ein stattliches Pensum zu absolvieren, Nikolaus Teegelbekkers hatte allein 39 Kinder auf seiner Liste. Im Saal Billstein wurden die Nikoläuse von Frau Brenk fachkundig geschminkt und eingekleidet, und dann ging es auf die große Reise. Die „Überlandnikoläuse" wurden per Pkw an ihre entlegenen Ziele gebracht.
Für die "Heiligen Männer" hat der Theaterverein auf eigene Kosten Gewänder schneiden lassen und das unentbehrliche Attribut, der Bischofsstab, kann sich auch sehen lassen.
Neben den Materialkosten fällt "alle Jahre wieder" eine Reparatur und Reinigung der Requisiten an. Diese mühsame Arbeit liegt seit mehr als 25 Jahren in den bewährten Händen von Nelly Brenk, der Ehefrau des Präsidenten und sie lässt sich diese ehrenwerte Aufgabe nicht nehmen. Sieht man sie in Zusammenarbeit mit den anderen Frauen des Theatervereins in den Wochen vor dem Nikolaustag hantieren, so hätte sie, — wenn es das gäbe, einen Nikolausorden mit Brillianten verdient.
NikoläuseBetritt so ein "Heiliger Mann" mit Engel am Nikolausabend ein Haus, in dem Kinder in freudiger Erregung warten und die Eltern sind zufrieden, weil Nikolaus und Engel so gut aussehen, so ist es dem Umstand zu verdanken, dass das "Himmelsgespann" durch den kritischen TÜV von Nelly Brenk gegangen ist.1983 waren wir im Besitz von 14 kompletten Kostümen (Mitras, Bärte, Umhänge, Unterkleidung und Stäbe).Später wurde der Rundgang immer schwieriger, da kaum noch Mädchen zu finden waren, die diese Aufgabe übernahmen. Seit einigen Jahren gehen die Nikoläuse nur noch auf telefonischer "Bestellung". Diese Aktion hat sich gut bewährt da die Anzahl der Hausbesuche von Jahr zu Jahr ansteigt. 1983 hatte das KLT 131 Anmeldungen zur Nikolausaktion.
Zum Schluss einen herzlichen Dank an die Freiwillige Feuerwehr, Straelen, die auch in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen feierte, deren Mitglieder seit vielen Jahren durch ihre Begleitung das Nikolausgespann beschützt und dem Paar hilfreich zur Seite steht.
Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater 1881 e.V. wird auch in Zukunft die Nikolausaktion fortführen um diese alte Sitte in Straelen zur Freude der Kinder nicht aussterben zu lassen.