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Rheinische Post
26.03.2001

KLT mit schauspielerischen Höchstleistungen

Leicht bekleidete Damen und ein chaotisches Finale

STRAELEN. KLT drei Buchstaben, die in der Blumenstadt Straelen schon lange für schauspielerische Höchstleistungen stehen. Auch mit der neuen Aufführung "Verzeihung, Herr Premierminister" konnte das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater Straelen voll überzeugen: Unterhaltung pur, ein Schuss Ernsthaftigkeit, gepaart mit spritzigem Humor und ein chaotisches Finale all das, was ein gutes Theaterstück braucht. So sorgte das KLT für begeisterte Zuschauerreihen im ausverkauften Forum des Gymnasiums.

"Mann für alle Fälle"

Für erhebliche Verwirrung sorgten leicht bekleidete Damen in dem neuen Stück des Kameradschaftlichen- Liebhaber-Theaters Straelen. RP-Foto: G. SeybertZunächst im Mittelpunkt des Geschehens Norbert Schmelzer, der den mal tollpatschig ulkigen, mal energischforschen Premierminister von England, George Venables, darbot. Zusammen mit Finanzminister Hector Cramond (Ansgar Delbeck) und seinem Privatsekretär Rodney Campbell (Manfred Arians) erarbeiten sie eine , Gesetzgebungsreform, um die Alkohol Nikotin und Freudenhaus Sucht im Land einzudämmen. immer intensiver und sicherer wuchs Norbert Schmelzer in die Rolle des Staatsmannes, auch Ansgar Delbeck wusste als stockkonservativer, völlig suchtfreier Finanzminister zusammen mit Sekretärin Miss Frobisher (Claudia, Siebers voll zu überzeugen und auch Manfred Arians als Sekretär und "Mann für alle Fälle" spielte seinen Part eindrucksvoll.

Kleine Affäre

Wäre da nicht eine kleine Affäre des Premiers bei einem früheren Parteikongress samt unehelichem Kind gewesen, die Reformen wären wohl in Kraft getreten. Doch dann verwirren Shirley Springer (Ulrike Brimmers) als uneheliche Tochter des Premierministers und ihre Mutter Dora Springer (Monika Leimen) mit ihrer unnachahmlichen Art die "Downing Street No. 10" und erpressen den Staatsmann, die Reformen einzuschränken. Plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens: Ein Streit um ein schwarzrotes Abendkleid, das im Gipfel für drei leichtbekleidete Damen sorgt. "Nackte Puppen in der Downing Street! Ein Skandal, diese hemmungslose Fleischbeschau! urteilt der sitten-strenge Finanzminister entsetzt, der zusammen mit dem Premier in Ohnmacht fällt, Zu allem Übel die Journalistin Jane Rotherbrook (Britta Pau, gleichzeitig Spielleiterin), die das wilde Geschehen in der Presse veröffentlichen will, und die nichts ahnende eifrige Ehefrau des Premiers Sybille Venables (Birgit an Mey), die das perfekte Chaos. inszenieren mit einem uner-warteten Ende: Der immer auf Manieren schauende Minister stellt sich als Vater der unehelichen Tochter heraus, der Premier ist fein raus, der Minister bleibt trotzdem im Amt und die strengen Reformen werden gelockert.

Unterhaltsamer Abend

Ein Stück das sichtlich Schweiß kostete, doch die Mühen vor und während der Aufführung hatten sich gelohnt. Denn das Stück hatte alles für einen unterhaltsamen Theaterabend.

Von DANIEL GONZALES


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Niederrhein-Nachrichten
28.03.2001

Wenn der Premierminister ins Schwitzen gerät...,

Politiker stehen beim Kameradschaftlichen Liebhabertheater im Mittelpunkt

STRAELEN. Weg von den "Schenkelklopfern", hin zum trockenen englischen Humor führt das Kameradschaftliche Liebhabertheater Straelen (KLT) das Publikum in den diesjährigen drei Frühjahrsaufführungen.Mächtig Ins Schwitzen kam Premierminister George Venables (Norbert Schmelzer), als sich Shirley Springer (Ulrike Brimmers) als seine uneheliche Tochter vorstellte. Nach dem erfolgreichen Schwank "Der Meisterboxer" des vergangenen Jahres feierten die ambitionierten Hobbyschauspieler unter der Leitung von Britta Pau am vergangenen Samstag Premiere mit "Verzeihung, Herr Premierminister“ einer Farce von Edward Taylor und John Graham.

Zur englischen Nationalhymne öffnete sich der Vorhang zum ersten Akt. Premierminister George Venables (Norbert Schmelzer) bereitet sich mit seinem Parlamentarischen Privatsekretär Rodney Campbell (Manfred Arians) auf eine Fernsehansprache an die Nation vor. Das würdelose Leben in England soll ein Ende haben, Moral und Anstand müssen wieder her. Während dem Premierminister die Reformen (Bingoverbot, eine dreifache Steuer auf Alkohol ... ) oft zu weit gehen, er aber aus politischen Gründen mehr  Zugeständnisse machen muss, als ihm, lieb ist, würde sein erzkonservativer, schottischer Finanzminister Hector Cramond (Ansgar Delbeck), den ein durchweg tadelloser Lebenswandel auszeichnet, am liebsten noch härter durchgreifen.

Die beiden Herren liefern sich erbitterte Machtkämpfe. Doch mit dem Erscheinen der jungen Shirley Springer (Ulrike Brimmers) tauchen ungeahnte Probleme auf. Premierminister Venables wird von moralisch zweifelhaften Taten der Vergangenheit eingeholt, denn die junge Dame behauptet, seine Tochter zu sein, die Frucht einer Affäre mit der Empfangsdame Dora Springer (Monika Lemmen) bei einem Parteikonvent ' in Brighton Vor 25 Jahren. Für' Venables wird die Situation zunehmend brenzlig, als Shirley, exotische Tänzerin im Nachtclub "Ekstase", leichtbekleidet in seinem Büro ihre Forderungen erfüllt sehen möchte: .die Verhinderung der neuen Steuerreformen.

Damit nicht genug. Schweiß auf der Stirn verursacht zudem seine Frau Sybille (Birgit an Mey), die voll und ganz mit ihrer Blutspendeaktion beschäftigt  permanent unangekündigt in seinem Büro erscheint, und Miss Frobisher (Claudia Siebers), die Sekretärin des Finanzministers, die sich einer heimlichen Liebe hingibt. Als dann noch die Journalistin Jane Rotherbrook (Britta  Pau) auf der Bildfläche erscheint,  um einer Reportage über „das Leben in Downing Street No.10" zu schreiben, kommt Venables gar nicht mehr zur Ruhe. Die urkomischen Katastrophen scheinen sich immer unentrinnbarer aufzutürmen...

Wie sich der Premier aus dieser nervenaufreibenden Situation rettet, sollte man sich live im Forum des Straelener Gymnasiums ansehen. Freuen darf. man sich auf einen turbulenten, mitreißenden Theaterspaß, bei dem sich das Blatt immer wieder veränderte

Andrea KEMPKENS


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