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Rheinische Post
20.03.2000

Meisterboxer toll in Form

STRAELEN. Eine Inszenierung des Millowitsch-Theaters stand auf dem Programm des Kameradschaftlichen Liebhabertheaters Straelen von 1881. Eine schwere Bürde, welche die zehn Schauspieler auf der Bühne des Straelener Gymnasiums wahrlich meisterhaft lösten. Passend zur schauspielerischen Leistung der Akteure der Name ihres Stückes: "Der Meisterboxer" von Otto Schwarz und Carl Mathern.

Von der Frau terrorisiert

Verworren, aber gleichzeitig sehr unterhaltend und lustig der Inhalt des Stückes: Friedrich Breitenbach (gespielt von Thomas Meuser), Marmeladen-fabrikant in ' einer deutschen Kleinstadt, wird von seiner Frau Adelheid (Birgit an Mey) terrorisiert, indem ihm täglich eine "gesunde vegetarische Lebensweise" aufgezwungen wird.Ovationen für alle Schauspieler vom Straelener Liebhabertheater Er entwickelt zusammen mit seinem Freunden, seinem "zweiten Schatten" Hugo Hecht (Johannes Pieper) und dem Kanzleirat Tobias Wipperling (Andre an Mey), einen Plan, um den Terror zu umgehen, und gibt sich als "Meisterboxer" Tobias Breitenbach aus, einen Namensvetter, den es wirklich gibt. '

Aber anstatt zum Training zu gehen, schleicht er sich mit seinen Freunden ins Wirtshaus. Was Breite-bach nicht wußte: Der "echte" Meisterboxer kommt in die Stadt und sein Geheimnis droht aufzufliegen. Noch konfuser wird die Geschichte, als sich Friedrich Breitenbachs Tochter auf einer Zugfahrt in den echten Meisterboxer verliebt und die Lüge auf fliegt.

In kurzweiligen Szenen und Dialogen, bei denen es den Zuschauern niemals langweilig wurde und manchen gar zu Tränen vor Lachen veranlasste, gipfelte alles in einem tollen Schlussakt: Der "falsche" Boxer Breitenbach versöhnt sich mit seiner Frau Adelheid, der "echte", Meisterboxer verlobt sich mit Lotte (Claudia Siebers), Breitenbachs Tochter. Und  Fritz (Manfred Arians), Breitenbachs Sohn, der zwischen-zeitlich mit der italienischen Tänzerin Coletta Corolani (Monika Lemmen) für weitere Verwirrung gesorgt hat, darf seine heimliche Flamme heiraten. Ein echtes "Happy End" eben.

Es war toll, wie sich die Schauspieler, angetrieben vom toll mitgehenden Publikum, gegenseitig zu Höchstleistungen anstachelten. Versprecher waren kaum wahrzunehmen, alle Akteure hatten ihre Dialoge perfekt einstudiert. Insbesondere Thomas Meuser als Friedrich Breitenbach überzeugte mit seiner tollen Mimik und Gestik, mal ernst, mal lustig, mal nervös. Ebenso Birgit an Mey als Adelheid, die mit ihrer tollen prägnanten Stimme spielend das Publikum begeisterte, ob aufbrausend, energisch oder beleidigt. Kein Wunder, dass allen Darstellern am Ende ein nicht enden wollender Applaus und "standing ovations" gehörten.

Von DANIEL GONZALES

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