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Rheinische Post
23.03.1999

Kriminelles Kameradschaftliches Liebhabertheater

Halbglatze als Liebling

STRAELEN. "Sie werden heute nicht viel zu lachen haben," versprach Andre an Mey vom Kameradschaftlichen Liebhabertheater 1881 (KLT) den rund 300 Zuschauern, die ins Foyer des Gymnasiums gekommen waren. Aufregung in der "Mausefalle". Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater bot seinem Publikum spannende Unterhaltung. RP-Foto: Jan Derks Erstmals hatte sich die Schauspiel erfahrene Truppe um Spielleiterin Ulrike Brimmers auf einen waschechten Krimi von Agatha Christie eingelassen. Doch an Mey irrte. Das dreistündige Stück "Mausefalle" entwickelte von Anfang an seinen eigenen -humoresken Charme. [Aufregung in der "Mausefalle". Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater bot seinem Publikum spannende Unterhaltung. RP-Foto: Jan Derks ] Der entsprang zum einen der schauspielstarken Leistung seiner Darsteller, zum anderen dem maskenbild-nerischen Geschick von Kati Booten und Angelika Püllen. Fünf Gäste unterschiedlichsten Charakters reisen in der Neueröffneten Pension des jungen Ehepaares Mollie (Britta Pan) und Giles (Johannes Pieper) an. Zeitgleich meldet Radio London den Mord an einer Frau. Detective Sergeant Trotter ermittelt in dem mittlerweile eingeschneiten Gästehaus und macht eine Ankündigung: Mindestens ein Gast wird noch ermordet, demzufolge ist ein Gast der Mörder. Jeder ist verdächtig oder verhält sich zumindest so.

Wren ist Paraderolle

Gerd Brimmers fand in der Darstellung des Christopher Wren seine Paraderolle. Der etwas seltsam, bisweilen irre anmutende junge Mann ,mit der fusseligen Halbglatze avancierte sofort zum Publikumsliebling. Brigitte Hüpen als Mrs. Boyle überzeugte als britische Dame, deren Arroganz allein ihr durchaus einen Mord vergönnt hätte. Birgit an Mey mimte die ebenso androgyne wie wortkarge Miss Casewell, Norbert Schmelzer den in Wort und Tat knackigen Major Metcalf. Komplett wurde die Schar durch das Erscheinen `des auffallend geschminkten Fremden Mr. Paravicini (Ansgar Delbeck), und den auf Skiern angereisten Sergeant Trotter (Thomas Meuser), der einen weiteren Mord nicht verhindern kann. Das Ende ist verblüffend. Als der Vorhang fiel, war anhaltender Applaus Lohn für die Probenarbeit, Die Vorstellung war beim Publikum hervorragend angekommen. Das konnten sich auch Berthold Bordat und Team, verantwortlich für die Bühne, auf die Fahne schreiben. Details wie hereinwehender Schnee sobald eine Türe geöffnet wurde, hatten sie konsequent umgesetzt. "Wir geben alles," schmunzelte Thomas Meuser vor der Vorstellung und meinte damit wohl nicht nur seinen extra für die Aufführung abgeschnittenen Bart.

Von MAIKE RIMATZKI


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Niederrhein-Nachrichten
24.03.1999

Liebhabertheater spielte erstmalig eine Kriminalkomödie

Dreistündiges Rätselraten um Mrs. Boyle's Mörder

STRAELEN. (bü) jeder war verdächtig, die hochnäsige Mrs. Boyle im Gasthof "Monkswell Manor" getötet zu haben. Die penible alte Dame war das zweite Opfer im "Longridge-Fall", in den jeder der Anwesenden auf seine ganz spezielle Weise verstrickt war. Ein spannendes und mysteriöses Stück, das den zahlreichen Zuschauer des Kameradschaftlichen Liebhaber Theaters drei Stunden atemberaubende Spannung bescherte.

NN-Foto: BB"Die Mundpropaganda ist großartig gelaufen", erklärt Theater-Mitglied, Berthold Bordat. "Es ist diesmal' richtig schön voll geworden. Wir mussten. wieder Stühle hinzustellen." Nach dem riesigen Erfolg von Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" (die NN berichteten) gelang es den Akteuren des Straelener Liebhabertheaters nun auch in der neuen Spielzeit, die Besucher in das Forum des Gymnasiums zu locken.  Für das Ensemble ein neuer Schritt, denn erstmalig in seiner über hundertjährigen Geschichte präsentierte das KLT einen Krimi.

"Die Mausefalle", von Agatha Christie, 1947 anlässlich des Geburtstages von Queen Mary geschrieben, erzählt die Geschichte von "merkwürdigen und schrecklichen Gästen", so die Pensionsinhaberin Mollie Ralston, alias Britta Pau, die mit Ehemann Giles und ihren sechs Gästen abgeschottet von der Zivilisation mörderische Szenen durchlebt. Da tummelten sich nebst Ehepaar Ralston, den besonders skurrilen, scheinbar psychisch kranken, Christopher Wren, die emanzipierte Globetrotterin Miss Casewell, den Italo-Ganoven Mr. Paravicini, Major Metcalf, die tote Mrs. Boyle und natürlich Detective Sergeant Trotter, der wegen des Mordfalls an einer Maureen Lion alle Beteiligten bespitzelt . Höchstverdächtig ist der schizophrene, von Gerd Brimmers "schön verrückt' dargestellte, Christopher Wren, der den ernsten Krimistoff maßgeblich in eine heitere Krimikomödie verwandelte. Aber ebenso wie die anderen Gäste, ist er ein Unschuldiger in einer Verkettung "unglücklicher" Umstände.

Als der unerwartete Täter, das bestätigte das ausgiebige Raunen im Publikum, präsentierte sich schließlich der von Thomas Meuser, so überzeugend unschuldig und seriös ermittelnde Detective Sergeant Trotter. In Straelen war es also nicht der Gärtner - den verdienten reichlichen Applaus gab es trotzdem.


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