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Rheinische Post
10.03.1997

Blick in das Wohnzimmer von Familie Schlapphoff.

Kameradschaftliches Liebhaber-Theater begeisterte gut 200 Gäste

Chaos bei den Schlapphoffs

STRAELEN. Nach zweimonatiger Probezeit war es am Samstag Abend soweit: Das Kameradschaftliche-Liebhaber-Theater Straelen führte sein neues Stück im Forum des Gymnasiums auf. Als heiteresRP-Foto : Gerhard Seybert Volksstück in drei Akten war „Familie Schlapphoff" angekündigt - und heiter, das wurde es am Abend. Die Geschichte einer einfachen Familie, in der das Chaos herrscht. Vater Alfred Schlapphoff ist seit zwei Monaten arbeitslos, verschweigt dies aber seiner Familie. Die Mutter dagegen nimmt heimlich einen Kredit auf und bestellt eine komplette neue Wohnungseinrichtung. Tochter Bettina verkündet, sich in Kürze scheiden lassen zu wollen und Sohn Jens soll kurzerhand verlobt werden, nachdem ihn seine Eltern mit seiner Freundin erwischt haben. Die rund 200 Gäste konnten an diesem Abend erleben, wie altbekannte Klischees auf der Bühne mit Leben erfüllt wurden. RP-Foto : Gerhard SeybertVor allem die Nachbarin Bertha Möller, genannt Möllerchen, verkörperte alle Eigenschaften, die man bei einer Nachbarin fürchtet. Als  neugierige und hartnäckige Nervensäge war sie bei allem dabei und kommentierte fröhlich die Missgeschicke ihrer Nachbarn. Was das Bühnenbild und die Kostüme betraf, so hatte der Verein sich sichtlich Mühe gegeben, beides dem Inhalt des Stücks anzupassen. Leuchtend bunte Hauskittel für die Damen, Cordhausschuhe für die Herren und nicht zu vergessen das Wahlscheibentelefon in dezentem Ockerton. Insgesamt haben von den 58 Mitgliedern des Vereins am Samstag Abend 19 an dem Theaterstück vor und hinter der Bühne mitgewirkt. Die Auswahl des Stücks und die Vergabe der Rollen übernimmt stets die Spielleitung. Ulrike Brimmers wollte in diesem Jahr eigentlich einen Krimi von Agatha Christie aufführen, aber das sei aufgrund der Bühne im Forum nicht möglich gewesen. Überhaupt spielte das Forum am Samstag Abend eine nicht ganz unbedeutende  Rolle. Auf Anregung von Stadtdirektor Johannes Giesen spielte das Kameradschaftliche Liebhabertheater zum ersten Mal im Gymnasium, nachdem in den Jahren zuvor stets die Stadthalle genutzt worden war. Vorteile seien vor allem  die niedrigere Miete und die Nähe der Zuschauer zur Bühne. Als nachteilig dagegen erwies sich, dass die Bühne wesentlich kleiner ist. Das schränke sowohl die Gestaltung des Bühnenbildes als auch die Auswahl der Stücke ein. Und nicht zuletzt konnte man das Flüstern der Souffleuse durch die Nähe zur Bühne so manches Mal auch als Zuschauer verstehen. Um bei der Entscheidung, ob es im nächsten Jahr wieder ins Forum oder aber zurück in die Stadthalle, gehe, auch die Zuschauer mit einzubeziehen, konnte jeder Besucher auf einem kurzen Fragebogen notieren, wo es ihm besser gefallen hat. Für die Aufführung am nächsten Samstag gibt es noch Karten im Zigarrenhaus Worring in Straelen.

Von YVONNE DIERKES

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