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Rheinische Post
13.05.1996

Herren in Goldlamé-Höschen

Viel Beifall für das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater in Straelen

STRAELEN. Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater Straelen hat auch diesmal sein Publikum nicht mit leichter Kost im Stile einer Lustspiel-Klamotte abgespeist. Der Theaterspaß vom einem Wiener Verlag kam aus Frankreich. Das war schon daran zu erkennen, dass beim Höhepunkt des Stückes sich gleich vier Herren entkleideten und sich in Goldlamé-Hös-chen, Bermuda-Shorts und Opas Unterhosen dem schallenden Gelächter der Besucher aussetzten.

Pointen-Feuerwerk

Dabei war der Ruf nach einer Zensur bei den teilweise pariserisch-frechen Texten in dieser Boulevard-Komödie, in der die Pointen wie in einem Feuerwerk blitzten, niemals notwendig. Bei diesem Verwechslungsspiel, mit dem das achtköpfige Ensemble in der vollbesetzten Stadthalle eine brillante Vorstellung lieferte, beeindruckten zudem einige Akteure mit für Laienspieler ungewohnt guten sprachlichem Schliff und komödiantischem Talent.Große Gesten und viele Verwicklungen ließen das Bühnengeschehen bei der Theateraufführung in der Straelener Stadthalle richtig turbulent werden RP-Foto : Ludger Heutgens In der turbulenten Handlung suchen vier Frauen den zu ihnen passenden Mann: der ehemalige Bühnenstar Georgette einen neuen Untermieter, die Malerin Jacqueline ein Modell, das sie als „Spartakus" verewigen will, die Pianistin Janine einen Klavierschüler und das Hausmädchen Berthe, die den Haushalt des Damenbezirks versorgt, einen Mann zum Heiraten. So gibt jede für sich eine Annonce mit zum Teil verschlüsseltem Text auf, der allein schon für köstliche Verwirrungen sorgt. Ein Durcheinander entsteht dann, als die gesuchten Männer dann jeweils bei der falschen Dame landen, unter anderem das Modell „Spartakus" bei der Klavierlehrerin, die ihn weiterreicht an die ehemalige Bühnendiva und der im dritten Akt dann endlich bei der Malerin landet. Erst am Schluss dieser leicht und locker gestrickten Geschichte weiß jeder, zu wem er gehört, und das turbulente Verwirrspiel findet nach Kaskaden von Gags seinen viel belachten Abschluss. Thomas Meuser, der in der Rolle des Wohnungssuchenden auftrat, hatte die Rollen optimal besetzt: Birgit an Mey als oft an ihrem Modell verzweifelnde Malerin, Monika Lemmen als quirliges und immer entschlossenes Dienstmädchen, Barbara Furth mit prächtigen Szenen als abgetakelte Bühnendiva und Ulrike Brimmers als der Kunst zugewandte Klavierlehrerin im schlichten grauen Kleid. Viele Vorhänge Bei den Männern hatte Johannes Pieper als „Spartakus" eine Paraderolle und auch im Publikum seine Bewunderinnen, als er schließlich nur noch im Goldlame'-Höschen an der Bühnenrampe stand. Aber auch Andre an Mey als zunächst etwas tumber Freier, der aber unter Alkoholeinfluss auftaute, und Gerd Brimmers als Klavierschüler hatten ihre starken Szenen, die dem Stück zum großen Erfolg verhalten. Langanhaltender Beifall und viele Vorhänge waren der Lohn für die lange Probenarbeit.

Von HELMUT SCHOPMANS

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Niederrhein-Nachrichten
15.05.1996

„Hier sind Sie richtig"

NNVollbesetzt war die Stadthalle bei der Premiere des neuesten Stücks des Kameradschaftlichen Liebhabertheaters Straelen. „Hier sind Sie richtig" - das galt zum einen für die Turbulenzen um eine Vier-Frauen-Wohnung, aber auch für die Besucher, die am Ende begeisterten Beifall spendeten.

NN-Foto: Jan Derksen

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