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Niederrhein-Nachrichten
17.03.1988

„Meine Frau ist gleichberechtigt"

Lustiger Schwank in der Stadthalle

Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater Straelen  führt am 26. März den Schwank „Meine Frau ist gleichberechtigt"  auf. Unser Foto zeigt den Theaterverein bei der Aufführung der „Goldenen  Bruulev" beim Stadtfest.STRAELEN (can.) Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater 1881 e.V. Straelen macht wieder von sich reden. Nach dem Fernsehauftritt in der WDR-Sendung „Gesucht-Gefunden" zeigt es nun am Samstag, 26. März, um 20 Uhr in der Stadthalle Straelen den lustigen Schwank in 3 Akten „Meine Frau ist gleichberechtigt". Darin liest Frau Held ein Buch eines Professors Ober die Gleichberechtigung der Frau. Ihr Mann wird dann zum Küchenmädchen degradiert. Er ist gutmütig und lässt alles, wenn auch stöhnend, Ober sich ergehen. Insgeheim schmiedet er aber Pläne, das Heft wieder fest in die eigene Hand zu bekommen. Sein Mitinhaber des Kaufhauses und dessen Verlobte helfen ihm dabei. Eine „tote" Tante der Familie Geld und Onkel Berthold bringen dann alles durcheinander. Zum Schluss wird natürlich alles wieder „geradegebogen" bzw. aufgeklärt. Dieses 2-Stunden-Stück strapaziert garantiert die Lachmuskeln. Der Eintritt beträgt 8,- Mark für Erwachsene und 5,- Mark für Schüler und Jugendliche. Der Kartenvorverkauf findet im Zigarrenhaus Worring sowie bei allen Mitgliedern statt. Auch an der Abendkasse gibt es, soweit noch vorhanden, Karten.


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Rheinische Post
28.03.1988

Keine Zeit für die Emanzipation

Lustiger Dreiakter „Meine Frau ist gleichberechtigt" in Straelen

STRAELEN. Hand aufs Herz: Welcher Mann bleibt bei dem Wort „Emanzipation" schon völlig gelassen, vor allem dann, wenn auch noch die eigene Ehefrau diese zwölf Buchstaben in die Tat umsetzen will. Den 400 Zuschauern in der Straelener Stadthalle konnte es dagegen am Samstagabend egal sein, sie amüsierten sich prächtig bei dem Dreiakter „Meine Frau ist gleichberechtigt" des Kameradschaftlichen Liebhabertheaters. Wenig zu lachen hatte dort zunächst Berthold Held (Rolf Senegacnik).

Von der heiteren Darbietung, reich an ausdrucksstarker Mimik und Gestik lebte das Theaterstück, das in der Straelener Stadthalle zu sehen war. RP-Foto: Dirk Amarell

Seine Frau Margarete (Ingrid Maasackers) hatte einen gedruckten Leitfaden zur Emanzipation beim Wort genommen und die Küchenschürze samt Küchenarbeit „großzügig" ihrem Mann überlassen. „Berthold, du sagst doch immer, Küchenarbeit ist Spielerei. Spiel' doch ein bisschen. Vom Rollentausch in seiner Ehe nicht gerade begeistert, schmiedet Berthold zwecks Wiederherstellung der alten, bequemen Zustände gemeinsam mit Freund Alfred (Franz Maasackers) einen nicht ganz ungefährlichen Plan. Ein gefälschtes Testament der angeblich bereits verstorbenen Tante von Margarete soll dieser ihr gesamtes Vermögen vermacht haben, unter der Voraussetzung allerdings, dass Margarete innerhalb eines Jahres für Nachwuchs im Hause Held sorgt - und dann für die Emanzipation keine Zeit mehr hat. Alles wäre ja auch gut gegangen, doch Berthold hatte seine Rechnung ohne den Wirt, in diesem Fall die Tante gemacht. Diese taucht in Gestalt von Monika Gatzweiler putzmunter und ziemlich lebendig auf der Bühne auf, ist dort auf Berthold nicht gerade gut zu sprechen („Der hat mich kalt lächelnd sterben lassen".) und lässt im folgenden nichts unversucht, Margaretes bemitleidenswerten Ehemann aus dem Haus zu treiben. Doch in einem Schwank muss natürlich am Ende der Vorstellung doch noch Frohsinn alle Trübsal verdrängen. So fand Margarete doch noch zu ihrem Mann zurück, Freund Alfred durfte seine Verlobte Susi (Kerstin Gehrmann) heiraten und selbst Margaretes Tante fand in Bertholds Onkel (Karl Espenschied) den Mann fürs Leben. Und die Zuschauer schließlich nahmen nicht nur die Gewissheit mit nach Hause, dass die Straelener Stadthalle auch diesmal wieder eine Reise wert gewesen war: „Willst den Mann Du Dir erhalten, sollst Du ihm ergeben sein" sprach am Ende die „bekehrte" Margarete - Hand aufs Herz, was will man(n) mehr?

 

Von THOMAS PERTZ

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Niederrhein-Nachrichten
30.03.1988

Berthold fühlte sich wie ein „Küchenochse"

Theaterverein begeisterte mit köstlichem Schwank

Applaus für „Meine Frau ist gleichberechtigt"

STRAELEN (can.) Das Kameradschaftliche Liebhaber-Theater Straelen ging nach langer Zeit der Abstinenz wieder mit einem Dreiakter an die Öffentlichkeit. Und das Theaterstück „Meine Frau ist gleichberechtigt" wurde unter der Spielleitung von Ulrike Brimmers gleich zu einem großen Erfolg für die junge Truppe, bei der mancher In seiner ersten Rolle auf der Bühne stand. Die Akteure machten ihre Sache hervorragend. Davon konnten sich die zahlreichen Zuschauer in der Stadthalle überzeugen, die am Ende den „Schauspielern" mit kräftigem Applaus dankten. Margarete Held, von Ingrid Maasackers prächtig dargestellt, ließ sich von einem Buch von Professor Schöntau über die Emanzipation leiten, verbannte ihren Ehemann Berthold, der von Rolf Ernst Senegacnik überzeugend gespielt wurde, in die Küche, trug keine Kleider mehr und stellte gar die Ehebetten auseinander.Spielleiterin Ulrike Brimmers erhielt vom Präsidenten Hans Teegelbekkers einen Blumenstrauß als Dank für die Einstudierung.

Klar, dass sich da ihr Mann wie ein „Küchenochse" fühlen musste. Zusammen mit seinem Teilhaber des Kaufhauses Alfred Rochus (Franz Maasackers) ersinnt Berthold eine List, um seine Frau wieder „weiblich" zu machen. Ein Brief eines Rechtsanwalts kommt an, in dem Tante Frieda Schustermann als verstorben erklärt wird. Margarete soll eine hübsche Summe Geld erben, mit dem der Traum vom eigenen Haus verwirklicht werden könnte. Einzige Bedingung: Margarete muss in einem Jahr für Nachwuchs sorgen. Bertholds Onkel Peter, von Karl Espenschied mit ergrautem Haar, das ab und zu noch „staubte", dargestellt, konnte natürlich auch keine Ruhe bringen. Er soll sich anhand der Ehe der Helds über diesen „Zustand" informieren, da er über eine Eheagentur eine Frau sucht. Margarete ist inzwischen beim Frisör gewesen, hat wieder Kleider an, zeigt wieder Einsatz in der Küche, da naht das Verhängnis in Form von Tante Schustermann (Monika Gatzweiler). Onkel Peter gibt zur Rettung der Situation Partner Alfred Rochus als verrückt aus, dieser verkracht sich mit seiner Verlobten Susi (Kerstin Gehrmann), da diese ein Liebesgedicht von ihm zu einem Werbespruch für das Kaufhaus umgewandelt hat. Zunächst kann also die Tante der Gattin Bertholds noch ferngehalten werden. Dann platzt sie herein, das Chaos ist komplett. Nun liest Frieda Schustermann auch noch Professor Schöntau, liegt mit Latzhose und Zigarre auf dem Sofa und unterstützt Margarete in ihrem aufgegebenen Emanzipationskampf. Inzwischen gibt es einen Massenandrang im Kaufhaus, Alfred versöhnt sich wieder mit Susi, da ihr Werbetext so verkaufsfördernd war. Onkel Peter geht zu seiner Verabredung, ebenfalls Tante Frieda. Klar, wer da wen treffen wird. Margarete ist inzwischen böse auf den Professor, möchte ihren Berthold wiederhaben, der im Kaufhaus in der Bettenabteilung übernachtet hat. Dieser, als Dienstmann in der Wohnung, um seine Sachen abzuholen, gibt sich zu erkennen. Der Versöhnung steht nichts mehr im Wege, zumal Margarete gesteht, dass sie ein Kind erwartet. Situationskomik, reiche Gestik und treffende Pointen bestimmten diesen Schwank, der gelungen aufgeführt wurde. Schon jetzt kann man sich auf ein Wiedersehen mit dieser jungen Truppe freuen, die das Theaterleben in Straelen Wiederaufleben ließ.


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