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Rheinische Post
10.12.1992

KLT spielt Dornröschen in der Stadthalle

Starke Kartennachfrage macht vier Vorstellungen erforderlich

Schon seit Wochen wird beim KLT geprobt.

Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen für die Aufführung des Märchens „Dornröschen" am Sonntag, 20.Dezember, in der Straelener Stadthalle.

In der Stadthalle wird in diesem Jahr für die Kinder das Märchen „Dornröschen" aufgeführt.

In dieser Fassung des berühmten Kindermärchens wird großen Wert darauf gelegt, dass möglichst unverfälscht und mit verständlicher Sprache gespielt wird. Nach den Wichtelmännchen in „Hansel & Gretel" und den königlichen Wachen im „Gestiefelten Kater" sind in diesem Jahr Kunibert und Isobert, zwei Vertraute des Königs, die Bezugspersonen, welche die Kinder im Publikum durch muntere Spaße und kühne Worte am Geschehen auf der Bühne intensiv teilnehmen lassen. Die Vorstellungen sind am Sonntag, 20. Dezember, um 15 Uhr sowie am Montag, 21. Dezember, jeweils um 9 und 11 Uhr (nur Schulvorstellung) sowie um 15 Uhr.
Während die beiden Vorstellungen am Montagvormittag (9 und 11 Uhr) bereits ausverkauft sind, gibt es für die beiden Nachmittagsvorstellungen am Sonntag und Montag noch einige Karten.

RP-Foto

Schon im November lagen beim Straelener Kulturring viele Kartenvorbestellungen vor. Aus diesem Grunde wurde die Zahl der Vorstellungen entgegen der ursprünglichen Planung diesmal auf vier Vorstellungen erhöht. Hierdurch wird auch erreicht, dass die Zahl der Besucher Vorstellung begrenzt werden kann, so dass alle Kinder ganz bestimmt einen besseren Blick zur Bühne haben werden. Wie schon im vergangenen Jahr, so wird auch in diesem Jahr wieder eine Sitzreihenerhöhung ab der 7. Reihe vorgenommen, damit die Besucher in den hinteren Sitzreihen die Handlung auch gut mitbekommen. Geplant ist eine Spieldauer von etwa 70 Minuten. Aufgeführt wird das Märchen vom „Kameradschaftlichen Liebhabertheater 1881 e.V.". Das Märchen wird in elf Szenen nach den Gebrüder Grimm in einer Bearbeitung von Raimund Binder aufgeführt.


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Rheinische Post
22.12.1992

Dornröschen verteilte am Schluss Schokolade

Ausverkaufte Vorstellungen in der Stadthalle Straelen

Spindeln sind ab jetzt verbannt!" Dieser Beschluss sollte sich verheerend auswirken. Kleider wurden nicht mehr genäht und auch nicht ausgebessert. Um so mehr freuten sich die Schlossangehörigen, als eines Tages eine Frau Stopfgarne verkauft. Dass jedoch mit dieser Frau das Unheil in das Schloss zog, wird manchem Märchenfan noch in Erinnerung sein. Die Rede ist von Dornröschen, das an ihrem 15. Geburtstag in einen 1OOjährigen Schlaf fällt, um dann von einem hübschen Prinzen wach geküsst zu werden. Vor ausverkauften Rängen spielten Mitglieder des „Kameradschaftlichen Liebhaber-Theaters" aus Straelen dieses bekannte Märchen der Gebrüder Grimm.

[Auch die Dornröschen-Aufführung konnte das „Kameradschaftliche Liebhaber-Theater Straelen" auf dem Erfolgskonto buchen. RP-Foto: Ralf Riese]

Es ist bereits das dritte Weihnachtsmärchen, das diese Laienschauspielergruppe aufführt. Nachdem in den vergangenen Jahren „Hansel und Gretel" sowie der „Der gestiefelte Kater" als voller Erfolg verbucht werden konnten, geht auch die Dornröschen-Aufführung auf das Erfolgskonto. Ansprechende Bühnenbilder und Kostüme, technische Effekte wie Lichtspiele oder Unheil verkündender Nebel sorgten für Spannung. Ebenso brachte Robby, als lebendiger Vierbeiner, Stimmung. Er trug als Hund des König auch eine kleine Krone und konnte daher sofort erkannt werden. Kindergartenkinder, die gestern morgen zu der Aufführung gekommen waren, verließen mit hochroten Köpfen und leuchtenden Augen die Stadthalle. Und als dann noch Dornröschen Schokolade an die kleinen Besucher verteilte, war das Theatererlebnis perfekt. Eigentlich hatte das „Kameradschaftliche Liebhaber-Theater" früher meist Schwanke gespielt, bis die Mitwirkenden sich an Märchendarstellungen versuchten. Von Anfang an war es das Anliegen, Kindermärchen kindgerecht zu lassen. Bühnenbildverfremdungen, neue Interpretationen altbekannter Stücke, wie sie häufig anzutreffen sind, oder mangelndes schauspielerischer Engagement sind daher in diesen Aufführungen nicht zu finden. „Uns ging es darum, die Märchen naturgetreu und kindgerecht aufzuführen, so dass sich die Kinder ganz in die Märchenwelt einfühlen können. Eine Märchenaufführung soll für Kinder sein und darf nicht auf Kosten der Kinder gehen," meinte Thomas Meuser, der das Märchen für die Bühne umschrieb. Er spielte in diesem Märchenstück den Koch, aber auch seine Schauspielkollegen überzeugten, wie es der Applaus der Theaterbesucher bewies. Wesentlich zum Erfolg des Stückes trugen Feldmarschall Kunibert und Hofmarschall Isobert bei, die als Vermittler zwischen Publikum und Bühne fungierten. Beide Personen binden das junge Publikum in das Stück ein, fragten um Rat und baten um Mithilfe. Und natürlich ließen die Kinder sich nicht lange bitten, warnten vor der 13. weisen Frau, die aus Ärger über die nicht ausgesprochene Einladung den Fluch über Dornröschen aussprach. „Hau ab!"  Doch von dieser unmissverständlichen Aufforderung nahm sich die 13. Frau natürlich nichts an und altbekannte Tatsachen folgten. Der 100jährige Schlaf war nicht mehr aufzuhalten, das bekannte gute Ende folgte.

 

Von SABINE HANNEMANN STRAELEN.

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